Susanns Herzensangelegenheit.
Heimlich wach bis Mitternacht (doch) eine Einschlafgeschichte
Heimlich wach bis Mitternacht (doch) eine Einschlafgeschichte,
Krause, Jeschke,Esslinger
9783480238132
15 Euro
Welches Kind möchte nicht wissen, was Mamas und Papas noch alles erleben dürfen, während sie selbst viel zu früh ins Bett müssen. Genau das möchte Emma herausfinden, Was machen die beiden ohne sie? Fliegen sie mit einer Badewanne zu den Sternen, schwingen an Lianen durch die Stadt. Ideen haben Emma und ihre Kuscheltierfreunde viele, aber um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, da hilft nur eines, wach bleiben bis Mitternacht. Leichter gesagt als getan. Aber wo ein Wille und ausreichend Neugierde, da ist auch ein Weg. Und nach einigen verpatzten Versuchen, gelingt es und Emma erlebt eine wunderbare Überraschung. In der Badewanne zu den Sternen fliegen, klingt fantastisch, aber das….ist doch viel, viel schöner. Aber hört selbst. Eine Gutnachtgeschichte vom Feinsten für Zuhörer*Innen ab 3/4
Die kleine Rittereule
Die kleine Rittereule
Christopher Denise
Fischer-Sauerländer
ab 3/4 Jahre
9783737359870
16 Euro
Natürlich gibt es schon einige Rittergeschichten, von tapferen und schüchternen Rittern, von Rittern, die mutig sind oder solchen, die lieber nicht gegen Drachen kämpfen möchten. Nun gibt es eine kleine Rittereule, die aus dem Ei schlüpft und keinen anderen Wunsch hat als Ritter zu werden. Schlau, tapfer und mit vielen Freunden. Und zur Überraschung aller auch einer wird. Auf der Burg wurde sie als Nachtwache eingestellt und sie macht einen echt guten Job. Sicherlich wisst ihr schon warum. Ihren Mut darf sie schon bald unter Beweis stellen, ihre Schläue auch und viele Freunde gewinnt sie auf ihre ganz eigene Art.
Wunderschön illustriert ist diese Rittergeschichte ein Muss für alle Zuhörer*innen, die davon träumen Ritter oder Ritterin zu werden.
Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung
Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung
Barbara Yelin, Emmie Arbel
Reprodukt Dirk Rehm
29 Euro
ab 16 Jahre
Emmie Arbel wurde 1937 in Den Haag geboren. 1942 wir sie mit ihrer jüdischen Familie deportiert, sie überlebt die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Eltern und Großeltern werden ermordet. Zu diesem Zeitpunkt ist sie 8 Jahre alt. Gemeinsam mit ihren Brüdern wird sie von einer niederländischen Pflegefamilie aufgenommen. Doch was nach Rettung aussieht, entpuppt sich als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind. Eine Kindheit und Jugend geprägt von Angst, Gewalt, Missbrauch und Sprachlosigkeit und doch hat Emmie Arbel eine Stimme gefunden, uns ihre Geschichte zu erzählen.
Barbara Yelin hat in 900 Bildern dieser Graphic-Novel so viel mit so wenig für uns festgehalten und lässt uns spüren wie sich die Vergangenheit bis in die Gegenwart schiebt, sensibel, leise und mit ganz intimen Tönen. Damit ist ihr ein Glanzstück der Erinnerung gelungen und ein außerordentliches Porträt einer starken Frau. Wenige Pinselstriche und Farben geben dieser Geschichte eine Aussagekraft, die ich nicht erwartet hätte. Ich bin beeindruckt. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024 (Kategorie Sachbuch).
Wo die Freiheit wächst
Wo die Freiheit wächst
Briefroman zum Widerstand der Edelweißpiraten
von Frank Maria Reifenberg
Reclam
9 Euro
ab 16 Jahre
1942 in Köln. Von Freiheit für die Jugendlichen kann man zu dieser Zeit kaum sprechen, aber die Edelweißpiraten wagen dann das, was möglich ist. Edelweißpiraten nannten sich Gruppen deutscher Jugendlicher, die sich durch unangepasstes Verhalten, Frisur und Kleidungsstil von denen der Hitlerjugend unterschieden und das auch wollten. Später gingen sie auch zum politischen Widerstand über. Bekannt wurden die Gruppen aus Köln und Düsseldorf. Einer dieser Gruppen schließt sich die 16-jährige Lene in Köln an. Gerade macht sie eine Lehre beim Friseur, hält die Familie zusammen, kümmert sich um die kleineren Geschwister, sorgt sich um den großen Bruder an der Front und um den jüngeren, der der Hitlerjugend ganz und gar verfallen ist. Sie vermisst Ihre Freundinnen, die Köln schon verlassen mussten.
Die Form des Briefromans lässt viele Stimmen sprechen und auch wenn so ein offener Briefwechsel wahrscheinlich nicht möglich war oder sehr riskant, gibt er den Leser*Innen doch die Möglichkeit, von vielen Situationen, Stimmungen und Alltagsszenen, Gedanken und Persönlichem dieser Zeit berührt zu werden. Und diese Briefe berühren, sind emotional zwar aufgeladen, überschreiten aber die Grenze dessen, was eine Lektüre den jungen Leser*Innen zumuten kann, nicht. Vielmehr werden sie eingebunden in die Phasen aus Trotz und Ungläubigkeit, Mut und Wissen und die Angst um das eigene Leben und das anderer.
Ein Buch für alle ab 16 Jahren, die sich mit der Zeit des NS Regimes befassen möchten, die mehr über die Jugendlichen, erfahren möchten, die sich für die Edelweißpiraten engagiert haben. Außerdem, so finde ich, eine geeignete Schullektüre in Zeiten, in denen sich manche Menschen wieder über andere stellen.
Cato und die Dinge, die niemand sieht
Yorick Goldewijk
Dragonfly
15 Euro
Es ist ein besonderes Kinderbuch mit einer ganz besonderen Protagonistin.
Cato, ein Mädchen – bockig, klug, sensibel, mutig und mit einem Blick für alles, was anderen entgeht, für das Kleine, das Leise, das, was andere übersehen, weil es sich nicht in den Vordergrund drängt. Und all das Unbeachtete fotografiert sie. Und sie entdeckt Nischen für sich, die sie trotz Verlust und Wut, trösten und neugierig machen, vor allem neugierig. Auf dem Klavier ihres Vaters findet sie eines Tages eine Visitenkarte, die sogar weiniger neugierige Menschen aufhorchen lassen würden. Denn die Karte kündigt an, dass in einem seit Jahren geschlossenen Kino „Filme, die nirgends laufen, die du aber schon immer sehen wolltest“ zu sehen sein werden.
Natürlich macht sich Cato auf den Weg zu diesem runtergekommenen Kinosaal und begegnet Frau Kano, die Menschen Filme wie Zeitreisen präsentiert und Cato zur Zeitreisenbegleiterin macht. Reisen, die herausfordernd sein können, gefährlich, aber die die Erinnerungen auch tröstend auffrischen und Wege öffnen. Und so überlegt Cato, ob sie nicht selbst eine solche Reise machen soll, um ihre verstorbene Mutter kennen zu lernen …
Ein Buch, Seite für Seite berührend, aber trotzdem lustig, melancholisch, aber nicht überfordernd, tiefgründig und trotzdem stärkend, auf alle Fälle magisch und fantasievoll, wärmend und ergreifend …
Ein Buch, das auch deshalb mit dem "Goldenen Griffel 2022" ausgezeichnet wurde, dem Literaturpreis für Jugendliteratur in den Niederlanden.
Ab 10 Jahren
Wir sind die Weltklasse
von Tanya Lieske und Sybille Hein
Hanser
15 Euro
„Wir sind die Weltklasse! Mit uns kann man eine Weltreise machen – auch ohne dass man vor die Türe geht.“
Diese beiden Sätze haben mein Herz höherschlagen lassen, scheint es doch ganz einfach zu sein, das gemeinsame zu suchen und finden zu wollen.
Adam jedenfalls hat Glück. Er ist neu in Deutschland, kommt neu an die Schule, ist der Neue in der Klasse und findet trotzdem schnell Anschluss. Schließlich kommt jeder von irgendwoher. In dieser kunterbunten Klasse ist immer was los. Langeweile haben Adam und seine Mitschüler*Innen und die Lehrerin Frau Meister bestimmt nicht. Und egal wie groß die Herausforderungen und Turbulenzen im Schulalltag auch sein mögen, eines ist sicher: Die Weltklasse hält zusammen.
Bei dieser Geschichte kann man lächeln, in sich hineingrinsen, laut lachen, nachdenklich werden, denken "Ach, so kann man es auch machen“ und sich Seite für Seite mit Adam, Maria, Kübra, Yussuf, Yanis, Zaharia – und mit allen anderen anfreunden.
Lesespaß pur für alle ab 8 Jahren und für alle Lehrer*Innen
Himmelwärts
von Karen Köhler
Hanser
19 Euro
Um Kontakt zum Himmel und zu Tonis verstorbener Mutter aufzunehmen, senden Toni und ihre beste Freundin YumYum Signale mit einem kosmischen Radio, das die beiden selbst konstruiert haben. Und es funktioniert, zwar nicht ganz so wie beabsichtigt, aber es meldet sich eine Stimme aus dem All. Die gehört allerdings nicht Tonis Mutter, sondern Zanna, einer Astronautin einer Raumstation. Und es wird für alle drei eine Nacht voller Überraschungen. Und für uns.
Auch wenn wir keinen direkten Draht zum Himmel haben, weitet sich doch unser Blick auf unsere Welt, erfahren wir doch vieles über Trost und Sehnsucht und über die Freude am Leben auf diesem Planeten. Die drei philosophieren und wir genießen die klugen und komischen Dialoge, die Ideen und die Fantasie, das Nachdenkliche und das, was unser Denken und das Herz erhellt und erwärmt.
Für alle ab 10 Jahren, die Witz, Trost, Denkanstoß und eine gute Geschichte lieben.
Das Glück wohnt gegenüber – wie ich meine Nachbarn kennenlernte
von Rocio Bonilla
Jumbo
16 Euro
„Es war einmal eine kleine Straße, die war wie jede andere auch. Es gab Häuser, Straßenlaternen, Bäume ... und Nachbarn, die sich kaum kannten.“
Aus dem Haus mit der Hausnummer 15 war oft ohrenbetäubender Lärm zu hören. Die Nachbarn waren sich sicher, dass Henne Frieda schwerhörig war und den Fernseher deshalb so laut stellen musste. Aber sie kannten sie auch nur flüchtig und so kamen sie gar nicht auf die Idee, dass 10 kleine Küken einfach ihre Schnäbelchen nicht halten konnten. Und Frieda war überzeugt, dass Herr von Lang Kinder nicht leiden konnte, er sah immer so ernst aus, wenn er nach Hause kam. Aber sie sprach ihn auch nicht an. Das hätte sie aber tun sollen, denn Herr von Lang wäre eine echte Überraschung gewesen. Neben Herrn von Lang wohnte eine kleine Maus, aber seit auf der anderen Seite ein Kater eingezogen war, lebte sie in ständiger Angst. Um sich diesen vom Hals zu halten, baute sie einen Drachenkopf, der im erleuchteten Fenster eine wirklich angsteinflößende Silhouette zeigte. Das wiederum ängstigte den Kater, denn wer möchte sich schon mit einem wilden Drachen anlegen. Natürlich lebten noch einige andere Tiere in der Straße, aber auch da kam es zu Missverständnissen, weil keiner den anderen kennenlernte.
Und so gäbe es noch einige Geschichten zu erzählen, wenn nicht das Internet eines Tages ausgefallen wäre und ... ja, das ist nun doch keine Überraschung und die Eule, die nachts ja nicht schlief, sondern im Internet surfte, so laut jammerte, dass Mathilda, die technisch ein Hammer war, sie hörte und man nach und nach doch einiges voneinander erfuhr und sich nicht nur darüber wunderte, dass man so lange ohne einander ausgekommen war, sondern sich auch sehr daran freute und ich bin mir sicher, das tun sie immer noch.
Eine wunderbare Geschichte – auch zum Schmunzeln – für alle ab 4 Jahren
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